Der Zeichner und Maler Ludwig Burger fertigte zahlreiche Illustrationen zu den Einigungskriegen an, darunter auch die begleitenden Abbildungen im Werk von Theodor Fontane zum Krieg von 1866.
In der Kunstbibliothek Berlin befindet sich eine Mappe mit 30 großformatigen Tafeln, die unter dem Titel Erinnerungs-Blätter aus dem Feldzuge der Main-Armee 1866 nach Zeichnungen von Ludwig Burger veröffentlicht wurden. Auf den Tafeln wird der Main-Feldzug chronologisch bearbeitet, teilweise sind die Tafeln koloriert. Das Datum der Ereignisse ist am Anfang der Bildbezeichnung mit "Jahr-Monat(-Tag)" angegeben.
Ludwig Burger war geübt in der Darstellung von Soldaten der damaligen Armeen, so dass diese Serie auch für die Recherche der 1866 getragenen Monturen hilfreich ist.

Matrosen und Füsiliere des 1. Rheinischen Infanterie-Regiments Nr. 25 nehmen unter der Führung des Oberstlieutenants von Cranach Stade ein.

Auf dem Rückzug schägt das 2. Schlesische Grenadier-Regiment Nr. 11 hannoversche Kavallerie zurück.

General Vogel von Falckenstein hält sich bei der 4-Pfünder-Batterie Schmitz auf.

Einschiffung des Gepäcks vor dem Marsch der Division Göben auf Lohr am Main am Abend des 12. Juli 1866.

Kampf der Brigade Wrangel mit Truppen des Großherzogtums Hessen-Darmstadt.

Die Eskorten-Eskadron des Generals von Falkenstein, bestehend aus der Ersten Eskadron des Westphälischen Kürassier-Regiments Nr. 4, verfolgt unter der Führung des Rittmeisters von Studnitz fliehende österreichische Truppen und nimmt etwa 175 Mann gefangen.

Das 1. Westphälische Infanterie-Regiment Nr. 13 nimmt die Fasanerie ein und erstürmt Aschaffenburg.

Drei Kompanien des 2. Westphälischen Infanterie-Regiments Nr. 15 nehmen die Auenmühle ein und erzwingen den Rückzug feindlicher Artillerie.

Der Einzug in die Stadt Frankfurt am Main erfolgt unter dem Kommando des Generals von Falckenstein.

Dargestellt ist der Kampf zwischen Truppen Sachsen-Coburg-Gothas und Badens.

Der Kampf an der Brücke von Tauberbischofsheim wird von Truppen der Brigade Wrangel gegen Württembergische Truppenteile bzw. der 4. Division der Bundes-Armee geführt.

Die Oldenburgische Brigade erzwingt den Tauberübergang gegen badische Truppen.

Dargestellt ist die "Absolution" katholischer Soldaten der Division Beyer durch einen Feldgeistlichen vor Beginn des Gefechts.

Der Rittmeister Klaatsch des 2. Rheinischen Husaren-Regiments Nr. 9 kann sich von einer Übermacht bayerischer Chevaulegers befreien.

Einnahme der "Brunnschlag-Lisière" sowie des "hohen Osnert" durch das Magdeburgische Füsilier-Regiment Nr. 36.

Rittmeister von Boddien sprengt an der Spitze der Mecklenburg-Schwerin'schen Dragoner ein bayerisches Karree.

Dargestellt sind Infanteristen des 2. Reserve-Armeekorps unter dem Großherzog von Mecklenburg-Schwerin, nämlich von Sachsen-Altenburg, Braunschweig, Mecklenburg und Preußen.

Wachtposten beider Seiten auf der Mainbrücke von Würzburg während des Waffenstillstandes.











